Anreise entspannt: Zug bis Scharnitz oder Mittenwald, dann hinein in lichte Latschenfelder und kargen Fels. Übernachtet wird etwa auf der Hallerangeralm, Pfeishütte oder Bettelwurfhütte, je nach Etappe und Laune. Die Höhenwege sind gut markiert, erfordern Trittsicherheit und schenken großartige Blicke ins Inntal. Wer kürzen muss, steigt über Seitentäler zu Postbussen ab und ist dank dichter Takte rasch zurück an der Schiene.
Startpunkte wie Toblach oder Cortina erreichst du per Zug und Bus, ohne Schlüsselbund im Gepäck. Zwischen Felskathedralen liegen komfortable Rifugi mit herzlicher Küche, linden Lichtern und trockenen Stiefelräumen. Etappen lassen sich familienfreundlich verkürzen oder alpin ausdehnen. In der Hochsaison helfen frühzeitige Reservierungen, spontane Glücksfälle sind am Rand der Wochen oft möglich. Rückfahrten gelingen über Bruneck, Belluno oder Bozen wunderbar reibungslos.
Ab Oberstdorf rollst du zu Fuß in grüne Kare, blühende Matten und butterweiche Pfade. Kemptner Hütte, Rappenseehütte und Mindelheimer Hütte verbinden sich zu runden Tagen mit Seeblicken, Heidelbeerduft und freundlichen Stuben. Steige sind technisch moderat, doch bei Nässe fordernd. Der Rückweg klappt per Bus über Kleinwalsertal oder Tannheimer Tal, Anschlüsse zur Bahn sind eng getaktet. Ideal für Einsteiger mit Lust auf Länge.